
Die größte Stadt auf dem Fluss Sázava wurde als ein Dorf auf dem Kaufweg in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet. Die erste erhaltene Erwähnung stammt aus dem Jahre 1256 und seit dem Jahr 1269 ist die Stadt genannt als Smil Fürth nach dem Gründer Smil aus Lichtenburg. Als reiches Zentrum von Silberbergbau wurde in der Umgebung eine Münzstätte errichtet. Im Jahre 1308 wurde die Stadt auf Deutsche Fürth unbenannt und mit den Mauern umgerahmt. In den Husitenkriegen bleibt die Stadt auf der Seite von Katholiken und im Jahre 1422 wurde Sie erobert und ausgebrannt von Jan Žižka. Aber in der 2. Hälfte des 15. Jh. kommt es zu der neuen Entwicklung der Stadt und zwar auch während des 16. Jh., wann Sie wieder bedeutende Stellung gewinnt. Am Anfang des dreißigjährigen Krieges im J. 1618 wurde die Stadt von der kaiserlichen Armee besetzt und im J. 1639 und 1645 von Schweden plündert, was zu dem Abstieg und zu der Einwohneraussiedlung in die Verbannung führt. Im J. 1649 hat die Stadt eine Pestepidemie dezimiert, im J. 1669 wurde sie durch einen Brand betroffen und im J. 1742 haben sie die Sachsen ausgeraubt.
Während der Gegenreformation im J. 1674 wurde in Brod das Augustianenkloster und im J. 1755 ein Gymnasium gegründet. Durch die Inbetriebsetzung der Eisenbahn im J. 1870 kommt es zu der Industrieentwicklung der Stadt, zu der Erweiterung der Produktion von Tuch, Strickware und Stärke. In der Zeit der Okkupation ist die Stadt der Sitz von Gestapo und im Jahre 1945 der Name definitiv geändert auf Havlíčkův Brod. Der historische Kern ist eine Stadtdenkmalzone, es sind die ursprünglichen Giebelbürgerhäuser erhalten geblieben.
Havlíček Haus ist ein Renaissancehaus aus dem Ende des 16. Jh., umgebaut in der 2. Hälfte des 18. Jh. Im Jahre 1833 hat es Karel Havlíček gekauft, welcher hier lebte und arbeitete. Das Haus wurde mehrmals ausgebrannt. Seit dem J. 1924 wurde das Haus schrittweise in das Havlíček Museum umgebaut, in welchem Interieur das Denkmal auf K. H. Borovský und weitere Museumsexpositionen eingerichtet sind.

Auf der südlichen Seite des Marktplatzes kann man nicht den Renaissancebau des Alten Rathauses übersehen. Die Vorderfront des Rathauses ist mit einer Zinne mit sog. Brodtod in der Nische abgeschlossen, welcher den verräterischen Hnát darstellt, welcher die Stadt den Deutschen ausliefern wollte. Nach seiner Hinrichtung wurde sein Skelett auf dem Rathaus ausgestellt. Die Hinrichtungsstelle bezeichnet nach der Sage sog. Hnátstein auf der Brücke über Sázava.
Quer, auf der Gegenseite der Brücke befindet sich gotische Kirche der heiligen Katharina aus dem 13. Jh. Dominiert auch z.B. Neues Rathaus, altes Vogthaus spät Barock (heute Sitz des Stadtamtes) und das Haus zum Goldenem Löwen mit gotischer Säule in der Vorderfront.

In dem mittleren Teil des Marktplatzes steht seit dem J. 1717 eine Barock Mariapestsäule mit den Statuen der Jungfrau Maria Immaculaty und mit den Statuen des hl. Wenzels, Andreas, Florian und Johann Nepomuk. Diese Patronen haben die Stadt gegen Pest, Hochwassern, Brand und anderen Gefahren geschützt. Der Autor diesen Plastiken ist Chrudim Bildhauer italienischen Ursprunges Giovanni Battista Bulla.
Unweit steht ein Brunnenhaus aus dem Jahre 1740 mit der Statue von Triton, genannt Koudelova. Das Brunnenhaus hat angeblich der Bäcker Koudela bauen lassen aus dem Grund, weil er die Kunden betrogen hat. In dem oberen Teil des Platzes ist Dekankirche der Himmelfahrt von Jungfrau Maria, in welcher man das Bild von Engelschützer und seltenen Hauptaltar erwähnen muss, sowie drei seltene Glocken, von welchen die Glocke genannt Wilhelm eine der ältesten in Böhmen ist.

In der Štáflova Straße steht Augustianenkloster mit der Kirche der hl. Familie, welche man heute als Konzertraum benutzt. Bei dem Klosterareal wurde das Lateingymnasium gegründet, welches den Namen Karolinum bekommen hat, nach seiner Gründerin Katharina Kobzinová.
Weitere bedeutende Baudenkmäler sind gotische Kirche des hl. Adalberts, auf welchem Friedhof die Eltern und die Tochter von K. H. Borovský bestattet sind, Barockkirche der heiligsten Dreifaltigkeit mit dreiseitiger Kapelle des hl. Kreuzes als Kampf der Katholiken gegen die Ketzer.
In dem Stadtpark steht das Denkmal von K. H. Borovský und seiner Mutter. Štáfls Hütte ist ein mittelalterliches Haus befindlich sich in der Nähe der Kirche der hl. Familie. Das Interessanteste ist die Besichtigung des Baues mit dem ursprünglichen Interieur.